Der alte Sonnenberg
Das Gebiet des westlichen Sonnenberges wurde bereits 1402 vom Klosterdorf Gablenz an die Stadt Chemnitz verkauft. Erst im Jahr 1900 kam der restliche Teil durch die Eingemeindung von Gablenz ebenfalls an die Stadt. Wurde der Sonnenberg zunächst zur Bleiche und Landwirtschaft genutzt, siedelten sich später hier viele Ziegeleien an. 1713 baute der damalige Bürgermeister Daniel Wagner das "Jehnsche Vorwerk" zum "Gasthof zur Goldenen Sonne" aus. Dieser Gasthof ist der wahrscheinliche Namensgeber des Stadtteils Sonnenberg.
Die Bebauung des Gebietes begann etwa um das Jahr 1850. An der Äußeren Dresdner Straße entstanden Fabriken und das erste Chemnitzer Villenviertel. Für die steigende Zahl der Fabrikarbeiter wurden immer mehr Wohnungen gebaut und bereits 1880 war der Sonnenberg der am dichtesten besiedelte Stadtteil von Chemnitz.
1895 erhielt der Sonnenberg
mit der Evangelischen Kirche St. Markus sein erstes, weithin sichtbares
Wahrzeichen. Die Katholische Kirche St. Joseph wurde im Jahr 1909 geweiht. Ein
weiteres Wahrzeichen des Sonnenberges war das 1901 eingeweihte Denkmal für den
Dichter und Freiheitskämpfer Theodor Körner. Es war neben dem Ehrenmal für
die Gefallenen im Zeisigwald, das einzige Denkmal auf dem Sonnenberg und gilt
leider seit Kriegsende als verschollen.