Zwischen Fürstenstraße zur Forststraße
Zwischen diesen beiden Straßen liegt der größte Teil des Sonnenberges. In diesem Gebiet befinden sich auch die meisten Gründerzeitbauten des Stadtteils. Einige wurden bereits liebevoll saniert, andere sind noch immer dem Verfall preisgegeben.
Hier liegt ebenfalls ein sehr geschichtsträchtiger Abschnitt des Sonnenberges - die Planitzwiese und die Heinrich-Schütz-Straße (früher Planitzstraße). Bereits 1905 fand auf der Planitzwiese das 3. Sächsische Kreisturnfest mit mehr als 10.000 Turnern statt. Ab 1913 wurde der Jahrmarkt vom Anger auf die Planitzwiese verlegt. Heute ist nur noch das alte Verwaltungsgebäude übrig geblieben und wird als Jugendhaus "Substanz" genutzt. Der Rest des Platzes wurde bebaut und inzwischen zum Gewerbegebiet an der Planitzwiese. Etwas weiter stadtauswärts zeugen die inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Kasernengebäude von der Militärgeschichte des Sonnenberges. Gebaut für das 15. Königlich Sächsische Infanterieregiment Nr.181 und für das 3. Königlich Sächsische Ulanenregiment Nr. 21. Im Zweiten Weltkrieg von der 24. Infanteriedivision der Wehrmacht genutzt, wurden sie von den letzten sowjetischen Soldaten 1993 verlassen. Nun verfallen diese Häuser und suchen dringend Investoren für die Sanierung und Neunutzung.
Nicht vergessen darf man natürlich das Stadion an der Gellertstraße. Hier ist seit Jahren das Domizil der Chemnitzer Fußballfans. Gebaut in den Jahren 1933/34 für den PSV, wurde es 1950 in "Dr. Kurt-Fischer-Stadion" umbenannt und von den Fußballfans liebevoll "Fischerwiese" getauft. Ab 1966 wurde es vom neu gegründeten Fußballclub Karl-Marx-Stadt genutzt. Inzwischen heißt dieser CFC und das Stadion "an der Gellertstraße", aber bei den meisten Fans ist es die "Fischerwiese" geblieben.
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auf der höchsten Stelle des Sonnenberges - der Humboldthöhe - finden wir die
inzwischen größte Industrieruine des Stadtteils. 1894 von Hermann Riemann
gebaut, entwickelte es sich zu einem der größten Fahrzeuglampenhersteller
Deutschlands. Nach dem Zweiten Weltkrieg als "VEB Fahrzeugelektrik" weltbekannt,
kam auch für diesen Betrieb nach der Wende ziemlich schnell das Aus. Seitdem
verkommen die Gebäude zusehends. Gleich gegenüber befindet sich die ehemalige
Humboldtschule. Heute ist hier das Johannes- Kepler-Gymnasium zu Hause.
Auch im oberen Bereich des Sonnenberges gibt es einige liebevoll gepflegte
Gartenanlagen. Sie heißen "Fritz Heckert", "Freiheit" und "Erdenglück" und in
letzterem findet regelmäßig der CFC - Stammtisch statt.