Zwischen Augustusburger Straße und Fürstenstraße

 

Mit Beginn der Industriellen Revolution siedelte sich auch in Chemnitz immer mehr Industrie an. Da es noch keinen Strom gab, benötigte man zum Betreiben der Maschinen die Antriebskraft des Wassers. An der Straße nach Augustusburg war diese Voraussetzung durch den Gablenzbach gegeben. Hier siedelten sich nun am Fuße des Sonnenberges die ersten Fabriken an. Neben den Ziegeleien von Wechsler, Vorwerk und Ulbricht entstanden auch die Eisengießerei Seidel und die Martinsche Spinnerei. 1850 entstand zwischen Augustusburger Straße und Dammstraße die Maschinenfabrik Strobel. Vor allem der Standort an der heutigen Martinstraße war das "Sprungbrett" für viele große Unternehmen. Hier begannen August Götze und Richard Hartmann ("Götze & Hartmann") auf dem ehemaligen Grundstück des Zeugschmiedes Knieriem, mit der Produktion verschiedenster Maschinen. Nach ihrem Wegzug an andere Standorte in der Stadt, übernahm die Zylinderfabrik "Tauscher & Co." dieses Grundstück. Hier lernte der junge Johann Zimmermann und wurde bald Teilhaber der Firma. Auch für diesen Betrieb wurde es hier bald zu eng und es folgte die Maschinenfabrik Weichhold. Später stand hier die Wiege der bekannten Reinecker - Werke, ehe sie an den neuen Standort in der Bernhardstraße zogen. Heute erinnert kaum mehr etwas an die Industrie an der Augustusburger Straße. Das Brausebad, Zweinigers Ballhaus und andere öffentliche Einrichtungen, so wie viele der alten Häuser zwischen Augustusburger Straße und Fürstenstraße verschwanden und wurden durch ein Neubaugebiet ersetzt. Inzwischen sind auch davon bereits etliche Häuser wieder abgerissen.

Zum unteren Teil des Sonnenberges gehören aber ebenfalls viele liebevoll gepflegte Gartenanlagen mit so wohlklingenden Namen wie "Sonnenrose", "Hammerfrieden", "Albrechtshöhe" und "Südlehne".


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