Der Kircheninnenraum

 Mit einer Länge von 48 m, einer Breite von 23 m und einer Höhe von 18 m bietet die Kirche St. Joseph Platz für ca. 600 Sitzplätze.
Treten wir ein in das Haus der Andacht und Besinnlichkeit. Ruhe und Harmonie empfängt uns. Die im romanischen Stil geschaffenen Pfeiler, Rundbögen und Säulen strahlen Würde und Erhabenheit aus. Jeder der auf seinem Weg zu sich selbst Stille, Trost und Geborgenheit sucht, wird sie hier finden.

Innenraum

Mehrmals machten sich auch im Innern der Kirche Umgestaltungs- und Malerarbeiten nötig. Waren erst kunstvolle Muster an den Wänden zu sehen, wurden diese später einfach übermalt. Die gravierendste Veränderung im Innenraum erfuhr die Kirche jedoch nach dem II. Vatikanischen Konzil. Grundlegende Reformen des kirchlichen Lebens und Öffnung zur modernen Welt und anderen christlichen Kirchen waren dort beschlossen worden. Der Altar wurde von "Zierrat befreit", die Kanzel schließlich gänzlich entfernt und durch ein Ambo - ein Verkündigungspult ersetzt. Ebenso verschwanden die Seitenaltäre, die schweren hölzernen Beichtstühle und von den Kreuzwegbildern wurden die Rahmen entfernt. Fußboden und Elektrik wurden ebenfalls erneuert.

Nach der Wende erfolgte ab 1992 sowohl eine komplette Außen- als auch Innensanierung. Finanziert wurde diese zum Teil aus Fördermitteln des Freistaates, aus Mitteln des Bistums, der Stadt Chemnitz und des Bonifatiusvereins, aber auch durch großzügige Spenden und Baukollekten aus der Gemeinde selbst.

St. Joseph Innenraum alt St. Joseph Innenraum um 1911

Innenansichten der Kirche um 1911...
 

Innenraum früher

...und nach einer ersten Umgestaltung
Innenraum nach Umgestaltung  Innenraum nach Sanierungsarbeiten

So sah der Innenraum vor ...
 

Seitenblick

 

 
     
 Umbau in den 70er Jahren Bild 1 Umbau in den 70er Jahren Bild 2

...während...

 
 
Nach dem Umbau in den 70er Jahren Eingang nach dem Umbau

... und nach der Umgestaltung und Sanierung  in den 1970er Jahren aus.
 
Kircheninnenraum heute Blick zum Altar heute
So sieht es heute in unserer Kirche aus.

Kanzel und Ambo

Eine Kanzel, wie wir sie in vielen anderen Kirchen kennen, werden wir hier nicht finden. Sie wurde bei Renovierungsarbeiten entfernt. Doch die schönen, kunstvoll gearbeiteten Details der alten Kanzel blieben erhalten und zieren heute das Ambo – das Verkündigungspult. 

Innenraum nit Kanzel   Gottesdienst

Vor der letzten Umgestaltung der Kirche gab es auch noch eine Kanzel.

 
Ambo und Leuchter   Ambobilder

Heute hat das Ambo diese Aufgabe übernommen.

Es sind die Symbole der vier Evangelisten die hier dargestellt sind.

 
St.Matthäus   St.Markus

Der Engel für Matthäus,                                         der Löwe für Markus,
 
St.Lucas   St.Johannes

der Stier für Lukas                                                 und der Adler für Johannes.
 


Altar

Schauen wir uns um. Der kostbare, vergoldete Hochaltar wurde in einer Münchner Werkstatt gefertigt. Dieser so genannte “Josephsaltar“ ist eine Seltenheit.
 


Der Altar um 1911...     
                                             
 

...nach der ersten Sanierung...
 


 

...und heute.
 

Dargestellt ist auf der linken Seite die Verlobung von Maria und Joseph vor dem Hohepriester
und auf der rechten Seite der Tod Josephs.

 
 


Die sechs Engel am unteren Rand des Altars


Marienaltar, Herz-Jesu-Altar und Joseph-Statue

Pfarrer Katzschmann stattete seine Kirche in den Jahren nach der Kirchweihe mit zwei Seitenaltären aus.
Der Marienaltar wurde 1910 und der Herz-Jesu-Altar mit dem heiligen Grab 1912 geweiht. Diese Altäre wurden im Rahmen der großen Umbauaktion zu Beginn der 1970er Jahre entfernt.
 
 

Der Marienaltar

   
 
Der Herz-Jesu-Altar    
     

                                                     

Am 17. Juli 1927 predigte Pfarrer Katzschmann über unseren Kirchenpatron und weiht die von ihm der Kirche zum Geschenk gemachte Joseph-Statue ein. Diese war mit einer elektrischen Lichtanlage umrahmt. Im Zuge von Umbau und Sanierung ist auch dieses Relikt, so wie einige andere Ausstattungsgegenstände der Anfangsjahre verschwunden.

 
Josefstatue    
 
Missionskreuz   Seitenaltar
 
Pieta    

 

Taufstein

Der schlichte Taufstein wurde vom Bauherrn Hanns Paul Wingen für die Gemeinde gespendet. Der Taufsteindeckel fiel 1943 der Metallabgabe für den Zweiten Weltkrieg zum Opfer und der schwere Fuß aus Stein wurde bei der Sanierung in den 1970er Jahren gegen Metallfüße ausgetauscht.

 

Der Taufstein früher...                                               
 
 

...in den 1970ern...                                                  ...und heute
 

Beichtstuhl

Die früheren großen Beichtstühle wurden bereits zu Beginn der 1970er Jahre entfernt und durch Einbauten im hinteren Teil der Kirche ersetzt. Diese "Beichtkammern" wurden bei der letzten großen Sanierung zurückgebaut.
 
   
Der Beichtstuhl früher...                                               ...und heute.


Orgel

Am Anfang besaß die Kirche noch keine eigene Orgel. Es gab nur ein kleines ausgeliehenes Instrument. Anfang Oktober 1922 war die Gemeinde kurz davor "ihre" Orgel zu verlieren, weil die 200.00 Mark Zinsen nicht aufgebracht werden konnten. Doch "Dank der Inflation" konnte fünf Monate Später verkündet werden, dass man die Orgel für 180.00 Mark gekauft habe. Das Geld dafür musste nun nur noch "beschafft" werden. Ein Vierteljahr später war die Orgel Eigentum der Kirchgemeinde. Allerdings machten sich kurze Zeit später bereits Reparatur und Reinigung des Instruments erforderlich. Auch für diese kann das nötige Geld in der Gemeinde aufgebracht werden. Erst 1936 kann endlich eine entsprechende Orgel angeschafft werden. Das zweimanualige Instrument stammt aus der Werkstatt der bekannten Orgelbauerfamilie Schmeißer in Rochlitz und wurde am 22. November 1936 geweiht. Während der großen Sanierung zu Beginn der 1990er Jahre wurde auch die Orgel fachmännisch restauriert.
 

 

Orgelblick früher...                                                  ...und heute
 
   

Der Orgel ganz nah.
 

Weitere Kunstwerke sind das Madonnenbild im rechen Querschiff, die Madonnenfigur und der „Schmerzensmann“ im linken Querschiff. Zünden wir hier eine Kerze an und verweilen einen Augenblick. Gedenken wir derer die wir lieben und denen wir uns mit unseren Sorgen und Nöten anvertrauen können und gedenken wir derer die bereits von uns gegangen sind.
 
Madonnenbild
 
  Dieses Bild mit einer dreifachen Mariendarstellung, fasst ein ganzes Leben zusammen.
Die junge Frau trägt ihr Neugeborenes in die Welt. In ihrem Herzen trägt sie das weitere Schicksal in sich: den erwachsenen Sohn und sein Wirken. Das Größte und Tiefste in ihrem Leben ist ganz innerlich: sie trägt das Opfer ihres Sohnes als ihr eigenes. Dieses "Pietabild" fasst die christliche Lebensauffassung zusammen. Menschliches Leben wird sinnvoll in der Hingabe an Gottes Willen.

 Madonna mit den Trauben
 
 
  "Eucharistische Madonna"

"Maria ist wie eine Weinrebe, an der Christus wie eine Traube gewachsen ist" so sprachen die Lehrer der frühen Kirche über Maria.
Dunkle Trauben erinnern an das Blut dessen, der sein Leben hingab. So weist die Madonna mit der Traube auf die Erlösung und die Feier des Abendmahls hin.

der "Schmerzensmann"
 
"...ein Mann voller Schmerzen ...aber ER hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen." So steht es im Alten Testament. Jesaja 53
Wer die Last der Anderen trägt, der ist der wahre Mensch. Diesem Liebenden können wir unsere Sorgen und Bitten anvertrauen. Eine angezündete Kerze kann das ausdrücken.

Glocken

Vom seitlich angebauten 50 m hohen Turm verkündet seit 1914 der Klang der Glocken den Ruf zu Besinnung und Gottesdienst. Eher war die Anschaffung von Glocken aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen. Die Bronzeglocken mit den Namen St. Salvatore -Ton c, St. Joseph - Ton e, St. Maria - Ton g und St. Michael - Ton a wurden am 1. November 1914 geweiht. Am 22. November 1914, dem letzten Sonntag des Kirchejahres erklangen die vier Glocken zum ersten Mal mit ihrem Geläut über den Sonnenberg.
Doch lange kann sich die Gemeinde nicht an ihren neuen Glocken erfreuen. Der Krieg fordert schon bald Opfer, auch Materielle.  So mussten zwei der vier Glocken abgegeben und eingeschmolzen werden. Eine weitere Glocke wurde 1942 als "Kriegsopfer" zum Einschmelzen abgegeben.

     

Abnahme der Glocke "St. Joseph" am 2. März 1942
 


Zwanzig Jahre musste die Gemeinde auf ein neues, vollständiges Geläut warten. Am 20. Juni 1962 konnten die neuen Glocken aus Hartguss geweiht werden. Ihre Nahmen sind: "Christus ist Sieger - Christus ist König - Christus ist Weltenherr" mit dem Ton d, "Maria Königin des Friedens" mit dem Ton fis, "St. Joseph" mit dem Ton a und "St. Michael" mit dem Ton h. Die letzte verbliebene Bronzeglocke wurde schließlich nach Gröditz verkauft.

 

Seit 1962 klingt nun das Geläut von vier neuen Apoldaer Glocken über den Sonnenberg.
 

Blick vom Turm
 
 

Vom Turm hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt...
 
   

 ...und zur Markuskirche.
 

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