Am 18. Dezember 1983
eröffneten vier Ordensfrauen des vom Mutter Teresa ins Leben gerufenen Ordens
der "Missionarinnen der Nächstenliebe" eine Niederlassung in der Chemnitzer
Markusstraße. Es war die erste und bis heute einzige sächsische Niederlassung
des Ordens. Nur mit einer einmaligen Ausnahmegenehmigung der DDR Regierung war
dies möglich geworden.
Sie besuchten Alte, Hilfsbedürftige und Alleingelassene, erledigten Einkäufe für
sie, putzten, beteten mit Kranken und Sterbenden – immer argwöhnisch beobachtet
von staatlicher Seite der DDR. Später wurde der Stützpunkt um ein zweites
Appartement im gleichen Haus erweitert. Hier nahmen die Schwestern Alte und
Sterbenskranke auf und begleiteten sie auf ihrem letzten Lebensweg.
Nach der Wende wurden auch diese Räumlichkeiten bald zu eng und der Gemeinschaft sollten mehr Räume zur Verfügung gestellt werden. Am 07. Juli 1994 konnte durch das Bistum Meißen die alte Fabrikantenvilla "Kertzscher" an der Gießerstraße - Ecke Dresdner Straße von der GGG gekauft werden. Doch bis zum Umzug gab es noch viel zu tun. Bis Oktober 1995 wurde von einer Chemnitzer Firma das Haus umgebaut und modernisiert. Dabei wurden auch die Garagen im Hinterhof, bis auf eine die noch als Schuppen genutzt wird, weggerissen. Auch die Missionsschwestern packten dabei tatkräftig zu. Bereits im Februar 1995 konnten die Schwestern von der alten Mission in der Markusstraße in die bis dahin fertigen Räume einziehen. Am 4. März 1995 wurde die erste Etage eingeweiht und am 14. Oktober folgte schließlich die Einweihungsfeier für das ganze Haus. Aufopferungsvoll kümmern sich die vier Ordensschwestern hier um sozial Benachteiligte, Alte und Kranke und begleiten Sterbende auf ihrem letzten Lebensweg. Sie verteilen Lebensmittel und betreiben eine kostenlose Suppenküche für Bedürftige. Außerdem gehen die vier Schwestern der Chemnitzer Gemeinschaft auch täglich an soziale Brennpunkte und bieten ihre Hilfe an.
Anschrift: Missionarinnen der Nächstenliebe
Gießerstraße 2
09130 Chemnitz
Telefon: 0371/4015030
|
Das Haus in der Gießerstraße 2 vor der Sanierung |
||
|
|
|
|
|
|
||
|
Der Hauseingang vor der Sanierung |
Die Schwestern bei der Sanierung des Hauses |
|
Das Haus nach der Sanierung
Ansicht von der Dresdner Straße |
Ansicht von der Gießerstraße |
|
Der Hauseingang nach der Sanierung |
Treppenaufgang |
|
|
|
|
|
Kapelle |
Speisesaal | |
![]() |
||
Bei der Essenausgabe |
||
Unvergessen für die Mission, so
wie für die Gemeinde St. Joseph sind die Besuche von Mutter Teresa am 27.-29.
September 1984 und am 18./19. März 1988 in Chemnitz.
1950 rief Mutter Teresa den Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“ offiziell
ins Leben. Am 19. Oktober 2003 wurde die 1997 verstorbene Ordensgründerin und
Friedensnobelpreisträgerin von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Im
Rahmen einer kleinen Ausstellung, die seit dem 18. Dezember 2009 bereits an
mehreren Orten gezeigt wurde, soll an Mutter Teresa erinnert werden. Von Januar
bis März 2010 war die Ausstellung in der Galerie "Die Hütte" in Pobershau zu
sehen und demnächst kann man sie vom 3. bis 5. September 2010 zum Tag der Sachsen in Oelsnitz/Erzgeb.
anschauen.