St. Markus - das Wahrzeichen des Sonnenbergs

Weithin sichtbar sind die
Zwillingstürme der evangelischen Kirche St. Markus auf dem Sonnenberg. Gebaut
wurde sie im neogotischen Stil in den Jahren 1893-95 nach Entwürfen des Berliner
Architektenbüros Abesser & Kröger.
Der Sonnenberg war in den Jahren um 1980 zu
einem stark bevölkerten Stadtteil herangewachsen. Vor allem viele Arbeiter waren
nach Chemnitz auf den Sonnenberg zugezogen. Damit war auch die Johannisgemeinde
stark angewachsen. Eine neue Kirchgemeinde sollte nun gegründet werden und
nachfolgend ein neues Gotteshaus entstehen. 1885 erwarb die Johannisgemeinde für
70.000 Mark das Grundstück am Körnerplatz. Die bereits 1890 beschlossene
Gründung der Markusgemeinde erfolgte am 1.Januar 1891. Die neue Gemeinde zählte
kurze Zeit später bereits 20.000 Mitglieder.
1891 entstand das Pfarrhaus am Körnerplatz, welches
leider den Bomben des II. Weltkrieges zum Opfer fiel. Zur Einweihung der Kirche
am 13. November 1895 waren viele Bürger und Stadtpersönlichkeiten in der damals
1350 Plätze fassenden Kirche anwesend.
Durch Mängel an Zeit und Material beim Bau der Kirche, mussten jedoch schon bald
die ersten Sanierungsarbeiten vorgenommen werden. Auch in späteren Jahren
machten sich immer wieder Baumaßnahmen notwendig. Nach 1945 fehlte immer wieder
das dringend benötigte Geld für notwendige Baumaßnahmen zum Erhalt der Kirche.
Diese verfiel immer mehr und so gab es schließlich 1979 Überlegungen das
Gotteshaus in staatliche Hände zu geben. 1984 beschloss das Landeskirchenamt die
Kirche als Gemeindezentrum zu erhalten und 1985 wurde sie in die Liste
schützenswerter Baudenkmäler aufgenommen. Doch weiterhin war die Kirche dem
Verfall preisgegeben. 1989 erfolgte die die Genehmigung des Landeskirchenamtes
zu Verhandlungen mit dem Rat der Stadt Karl-Marx-Stadt zur Übergabe. Doch so
weit kam es nicht mehr.
Nach der Wende bildete sich unter Kantor Nagel der "Förderverein ur Erhaltung
der Markuskirche". Erste Fördermittel wurden beantragt und ab 1992 begann die
längst fällige Sanierung der Kirche. Im November 2002 konnte das Gotteshaus
feierlich wiedereröffnet werden. Neben Gottesdiensten und
Gemeindeveranstaltungen finden nun auch Veranstaltungen verschiedenster Art hier
statt.
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